Presse

2012

Hamburg. Schreck in der Abendstunde: Gleich in den ersten Takten nach der getragenen Einleitung zum Kopfsatz der „Linzer Sinfonie“ von Mozart sank eine Zweite Geige des Landesjugendorchesters ohnmächtig vom Stuhl. Die Aufführung wurde unterbrochen, im Publikum anwesende Ärzte kümmerten sich um das Mädchen und geleiteten es schließlich hinaus. Nichts Ernstes, gottlob. Die junge Musikerin ist wieder wohlauf.
Der kleine Schockmoment entfaltete dann seinen eigenen Segen. Das in den Streichern für Mozart allzu üppig besetzte Orchester spielte nach dem Neubeginn vom Fleck weg besser zusammen (…)
„Hamburger Abendblatt“, 05.03.2012 – zum Artikel

2010

Hamburg. Auch Fausto Fungaroli, der neue Chefdirigent des Landesjugendorchesters Hamburg, ließ nach dem Konzert am Sonnabend in der Laeiszhalle Blumen sprechen (s. o.). Die gelben Rosen seines Straußes verteilte er an die fünf Stimmführer der Streicher, der gezauste Rest ging, stellvertretend für alle anderen, an die Holzbläser. Für sich selbst behielt der italienische Jungmaestro nicht mal ein Blatt – dabei waren Publikum und auch die Musiker selbst zuvor Zeugen seiner ungewöhnlichen Organisations- und Inspirationskraft geworden, die das Orchester weit über das für möglich Gehaltene hinaushob (…)
„Hamburger Abendblatt“, 01.03.2010 – zum Artikel

2009

Das Landesjugendorchester Hamburg hat einen neuen Chefdirigenten gewählt. Der 1972 bei Neapel geborene Fausto Fungaroli wird ab der kommenden Probephase die Leitung des Orchesters übernehmen. Seit 2006 hat Fungaroli das Sinfonieorchester Eppendorf geleitet und ist Assistent von Christoph von Dohnányi, dem Chefdirigenten der NDR-Sinfoniker. Das erste Konzert des Landesjugendorchesters mit seinem neuen Chefdirigenten ist am 13. November zu hören.
„Hamburger Abendblatt“, 09.07.2009 – zum Artikel

2007

Seine Stärke zeigte das HJO nicht in den introvertierten, gedeckten Passagen, wohl aber im Fortissimo-Tutti, wie etwa in der wuchtigen Stretta des ersten Satzes. Wenn die jungen HJO-Musiker in die Vollen gehen dürfen, haben sie einen Sound wie die Profis.
„Hamburger Abendblatt“, 18.02.2007- zum Artikel

2006

(…) An den Möglichkeiten einer Nachwuchsformation gemessen gelang den jungen Musikern jedoch eine mehr als beachtliche Darbietung ihres anspruchsvollen Programms: Auf den Pulten lagen Stücke von Reger, Brahms und Sibelius‘ Tondichtung „Finlandia“, bei der die vorzüglichen Blechbläser mal so richtig schön Stoff geben durften. Das fetzt! (…) Ein eindrücklicher Auftritt des sympathischen Orchesters (…).
„Hamburger Abendblatt“, 19.06.2006 – zum Artikel

2005

Mit der Sinfonie Nr. 6 „Pathetique“ von Peter Tschaikowsky lieferte das HJO dann sein Glanzstück. (…) Eine Stunde bewiesen die jungen Musiker mit konzentrierter Akribie ihr unglaubliches Können. Ein fesselndes Stück mit herrlichem Orchesterklang (…). Ein Ohrenschmaus für jeden Besucher.
„Bergedorfer Zeitung“, Sommer 2005

1999

(Zu Dvoŕak, 8. Sinfonie:)
Gleich das von der Flöte intonierte frühlingshafte Hauptthema des Kopfsatzes ließ keinen Zweifel, welch tüchtige Musikerinnen und Musiker im Orchester sitzen: Streicher und Bläser, die Marius Bazu seit Jahren zu imponierenden Leistungen motiviert. (…) Das auch für diese viel gespielte Sinfonie unverwechselbare böhmische Kolorit war mit schönster Selbstverständlichkeit allgegenwärtig. Überschwappender Beifall für Marius Bazu und seine Youngsters.
„Die Welt“, 30.11.1999 – zum Artikel

1989

…das Hamburger Jugendorchester mit seinem Dirigenten Marius Bazu sorgte für beinahe unglaubliches Erstaunen. Die Aufführung von Mahlers vierter Sinfonie wurde fast so etwas wie eine Sternstunde des Festivals. Was da an orchestraler Präzision, an musikalischem Einfühlungsvermögen, an Nuancenreichtum und spielerischem Temperament zu hören war, hatte professionelle Qualität.
„Die Welt“, 12.09.1989 (Wasch)

Die Reihe der auf dem Hamburger Mahlerfest paradierenden Orchester von Amsterdam über Berlin bis nach Chicago ist eindrucksvoll – am Ende aber wird eines sehr weit vorn einzureihen sein: das Landesjugendorchester Hamburg mit einer hinreißenden Aufführung von Mahlers Vierter Sinfonie unter seinem Chefdirigenten Marius Bazu.
„Hamburger Abendblatt“, 09.09.1989 (Carl-Heinz Mann)

1988

Grund zum Feiern gab es genug: Die hundert jungen Musiker unter Chefdirigent Marius Bazu boten mit Bravour ein Programm, das selbst Profi-Orchestern alles abverlangt: Schon vor der Pause donnernde Beifallstürme, denn die Interpretation von Johannes Brahms war nicht nur gelungen, sondern in vieler Hinsicht überragend. Lupenreine Bläser, ein satter Streicherklang und Solistin Mareike Wormsbächer, die in den siebziger Jahren aus dem Orchester hervorgegangen ist, ließen kaum einen Wunsch offen.
„Hamburger Abendblatt“, 06/1988 (R. Marwick)

(Zu Schostakowitsch, Kammersymphonie Nr. 110a:)
Diese leidvolle Musik wird wohl vielen Zuhörern in der Erinnerung noch lange nachhallen. Die jungen Leute vertieften sich mit viel Einsicht, Können und Einfühlung in das stark autobiographische Werk, vor allem auch die Konzertmeisterin (Juditha Haeberlin) bei den wie mit halber Stimmer gesungenen, leisen und wehmütigen Solostellen.
„Die Welt“, 28.06.1988 (Georg Borchardt)

1986

Dieses Konzert in der Großen Musikhalle war eines der besten des Hamburger Jugendorchesters. Hier erklang Bruckners 3. Symphonie mit viel atmosphärischer Intensität und mit alle dem Ernst, dessen jugendliche Spieler fähig sind: Eine sehr schwierige Aufgabe, die das HJO mit seinem pädagogisch und künstlerisch so effektiven Dirigenten Marius Bazu in erstaunlichen Klangsteigerungen bewältigte.
„Die Welt“, 11/1986 (Georg Borchardt)

1982

Mit Beifallsstürmen bedachten die Hörer im Großen Saal der Musikhalle des Hamburger Jugendorchesters und seinen Dirigenten Michael Boder nach Strawinskis „Feuervogel-Suite“. Sie war das Schwierigste, womit die jungen Musiker bis jetzt aufgetreten sind, doch da lag kein falscher Ehrgeiz zugrunde. Gute Intonation und viele ausgezeichnete Soli bewiesen überraschend klar die Beherrschung der vor allem auch rhythmisch heiklen Materie.
„Die Welt“, 02/1982 (Georg Borchardt)

1979

(…) here on earth did music originate? Whithout a doubt it must have been in Hamburg, Germany!
Leserbrief von L. Ohnsmann an die „Maryville Tribune“, Ohio (USA), 16.03.1979

1976

The beautiful Peer Gynt Suite, which opened the programme, was performed so commendaby to give the Orchestra the stamp of professionalism. It was Grieg at its best. I have never heard the second movement – the Dead of Ases – played so sympathically.
“The Gazette”, Basiongstoke (GB), 19.10.1976 (A. Attwood)

1975

Bach hätte seine Freude gehabt: So lebendig, so ganz in seinem Geiste spielte das Kammerorchester des Hamburger Jugendorchesters sein Konzert für Violine und Oboe.
„Hamburger Abendblatt“, 07.11.1975 (Heinz Forgber)

Das Hamburger Jugendorchester ist eine Institution, in die gar nicht genug Geld investiert werden kann.
„Die Welt“, ca. 1975 (Hans-Otto Spingel)