Chefdirigent Joseph Bousso

Joseph Bousso, ein gebürtiger New Yorker, war von November 2007 bis Juni 2008 Chefdirigent des LJO Hamburg. Von 2004 bis 2006 arbeitete er als Kapellmeister und Korrepetitor am Theater Freiburg, wo er zahlreiche Vorstellungen von Aida, Lucia di Lammermoor, Le nozze di Figaro und zwei Familienkonzerte dirigierte. In der Spielzeit 2003-2004 war Bousso am Südostbayerischen Städtetheater Passau beschäftigt, wo er viele Vorstellungen von Mozarts Don Giovanni dirigierte und verschiedene Operetten und ein Neujahrskonzert mit Walzern und Polkas von Johann Strauss leitete. Seit 2006 arbeitet er als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung an der Hamburgischen Staatsoper.
In seiner ersten Spielzeit in Hamburg war Bousso Assistent von Jean-Yves Ossonce für eine Neuproduktion von La Bohème und von Marcus Bosch für Der Freischütz und Die Entführung aus dem Serail. Bousso war Repetitor für Tosca unter Simone Young und Simon Boccanegra unter György Ráth. In dieser Spielzeit assistierte er Andris Nelsons bei Puccinis Turandot, Cornelius Meister bei Donizettis La Fille du Régiment und Alfred Eschwé beiDie Zauberflöte.

Bousso hat an einem Dirigierkurs mit Bernard Haitink in Luzern teilgenommen. Er nahm auch teil an musikalischen Workshops mit Daniel Barenboim in Weimar, sowohl als Pianist als auch als Dirigent.

Bousso dirigierte die folgenden Orchester: The National Arts Centre Orchestra in Ottawa, New York Youth Symphony, Luzerner Sinfonieorchester, New Amsterdam Symphony, Lucerne Music Center Orchestra,  “SONYC” Orchestra und  AIMS Orchester in Graz. Er dirigierte auch das Manhattan Philharmonic Orchestra, das Manhattan Contemporary Music Ensemble, das Juilliard Orchestra, das Curtis Symphony Orchestra und das Attergau Orchester. Er führte klassische und zeitgenössische Konzerte auf.

Seine Festspiel- und Kammermusikerfahrungen als Pianist beinhalten Aufführungen in der Alice Tully Hall mit der Chamber Music Society of Lincoln Center, auf dem Bowdoin Summer Music Festival, im Lucerne Music Center, in der Opera North und im American Institute of Musical Studies (AIMS) in Graz. Als Pianist hat Bousso im Fach Liedbegleitung gearbeitet und auch Kammermusikkonzerte gegeben, außerdem hat er viele Sänger in Graz, Italien, Curtis, Juilliard, in der Manhattan School, in Urbania und New Hampshire begleitet.

Im Jahr 2002 erhielt er das Herbert von Karajan Stipendium für junge Dirigenten von einem Musikkommittee der Wiener Philharmoniker. Während dieses Sommers war er zu allen Proben der Salzburger Festspiele eingeladen und trat mit verschiedenen Dirigenten in Kontakt.

Im Sommer 2006 erhielt Bousso in Bayreuth ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbands und besuchte dort verschiedene Vorstellungen und Veranstaltungen. In 2007 kehrte er als ein Assistent des Chordirektors nach Bayreuth zurück.

Bousso studierte Klavier und Violine an der Manhattan School of Music seiner Heimatstadt und begann seine Laufbahn als Orchestermusiker. Er erwarb einen Bachelor of Musicin Dirigieren am Curtis Institute of Music und einen Master of Music in Dirigieren von der Juilliard School, wo er Schüler von Otto-Werner Mueller war.

Im Sommer 2008 trat Bousso eine Stelle als 2. Kapellmeister am Deutschen Nationaltheater Weimar an und verließ Hamburg.

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